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Entspannung und Hektik

14.07.2016
Entspannung pur, Blindflug im Gebirge und Hektik auf der Windkante. So lassen sich meine vergangenen drei Tage zusammenfassen.

Der Ruhetag in Andorra war wie ein Wellness-Kurztrip, den wir nach dieser sehr harten ersten Tourwoche aber auch alle nötig hatten. Ein paar Meter rollen, Massage, gutes Essen, schlafen. Es war herrlich. Leider war es am nächsten Morgen gleich mit der Ruhe vorbei. Wir mussten direkt auf einen 2400 Meter hohen Berg. Und letztlich war die Sicht durch den Nebel so schlecht, dass wir echt nach Garmin gefahren sind, uns also von unserem Navi haben leiten lassen und nach der Karte die Kurven angesteuert haben. Das war echt verrückt.

Gestern hat es dann leider nicht mit einem Massensprint geklappt. Rund elf Kilometer vor dem Ziel hat Sagan mit einem Teamkollegen eine Attacke auf der Windkante gestartet und Froome und einer seiner Helfer sind hingesprungen. Das Loch war nie sehr groß, aber mehrere Mannschaften haben es mit gemeinsamer Nachführarbeit nicht geschafft, sie einzuholen. Am Ende retteten sie 6 Sekunden ins Ziel.

Die Etappe an sich war echt mega hektisch und nervös. Windkanten sorgen ohnehin schon immer für viel Nervosität und Positionskämpfe, weil niemand hinten sein will, wenn das Feld doch mal reißt. Dazu kamen noch viele enge Ortsdurchfahrten durch kleine Dörfer, die für ein großes Feld wie bei der Tour suboptimal waren. Jedenfalls musste man dadurch den ganzen Tag hoch konzentriert sein und man hatte kaum Gelegenheit, mal die Hand vom Lenker zu nehmen. Respekt aber für die Ausreißer. Das war beeindruckend.

Heute geht es auf den kahlen Berg, den Mont Ventoux. Ich tippe mal darauf, dass es keinen Massensprint gibt ;-) (Ironie)

Foto: roth-foto.de
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