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50 Meter zu lang im Wind

30.03.2016
Nach einem nahezu perfekten Leadout durch mein Team haben heute etwa 50 Meter zum Sieg gefehlt. Leider musste ich sehr früh in den Wind, der schräg von vorn kam. Aber ich musste einfach den Sprint eröffnen, sonst wäre die Welle an mir vorbeigeschwappt und ich wäre eingebaut gewesen. Also lieber vorn alles versuchen als 20. zu werden. Viviani hat die Situation gut erkannt und den Windschatten bis zuletzt genutzt. Heute war ich wie sein Anfahrer. Und mit meiner Statur war ich wahrscheinlich wie ein LKW für ihn. Dennoch Glückwunsch! Jedes Rennen muss erst mal gewonnen werden. Egal wie. Bei mir hat es eben auf den letzten Metern nicht gereicht, die Beine sind länger und länger geworden. Als dann sein Vorderrad langsam an mir vorbei kam, konnte ich nicht mehr reagieren.

Aber mein Selbstvertrauen ist da, ich fühle mich wohl auf dem Rad und bin weiter guter Dinge. Klar, hätte ich das Team und die Jungs für ihre Arbeit lieber mit einem Sieg belohnt. Aber es gibt morgen die nächste Chance. Mal sehen, wie es läuft. Die letzten beiden Tagen waren hart für alle. Gestern hatte ich die höchsten Wattwerte in diesem Jahr in einem Rennen. Also auf ein Neues!

Fotos: roth-foto.de
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