Puhh, heute war wirklich Achterbahn fahren angesagt – hoch, runter, rechts, links. Am Anfang der Etappe war echt Krieg. Wir haben alles versucht, einen von uns in die Gruppe zu bekommen, aber es hat leider nicht geklappt.
Als die Gruppe weg war, hat sich Rabobank vorn eingereiht und den ganzen Tag die Nachführarbeit geleistet.
Den ersten Berg hab ich noch gut überstanden und mich zum Glück auch gut gefühlt. Danach ging es nur noch hoch und runter und nach 130 Kilometern war ich weichgekocht. Als es dann endlich eine lange Abfahrt hinunter ging, hab ich mich schon auf den nächsten Berg eingestellt, aber unten ging es dann erstmal 30 km flach. Ein gutes Gefühl, wenn man Berge erwartet es aber dann doch flach bleibt - für mich heute das Tageshighlight!!
Knapp 30 Kilomter vor dem Ziel gab es mitten im Feld einen Sturz, dem ich noch gerade so entkommen bin. Kurz danach hat OmegaPharma-QuickStep und dann auch Movistar richtig Gas gegeben, da gab es für mich nichts mehr zu holen...
Simon ist heute saustark gefahren. Bei diesem schweren Finale Sechster zu werden, ist richtig gut! Er hat unserem Team damit noch ein sehr schönes Ergebnis beschert. Morgen wird es dann richtig schwer und ich werde am Berg wieder um mein Leben fahren müssen. Hoffentlich erwische ich ein gutes Grupetto. Ja, das sind die wahren Probleme eines Sprinters wenn es in die Berge geht – essen, trinken und solange wie möglich dranbleiben.
Euer Marcel













